Diese Veranstaltung ist schon vorbei
Kammerorchester Basel

Wann:

So 4. Feb 2024, 18:00–20:00

Wo: Kulturhaus, Rathausplatz 1, Dornbirn, Dornbirn

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Eingetragen von: kulturxr3

Das Kammerorchester Basel unter der Leitung von Giovanni Antonioni ist bereits seit Jahren verlässlicher Partner von Dornbirn Klassik. Diesmal begleitet von der weltweit gefeierten Klarinettistin Sabine Meyer. Auf dem Programm stehen Mozart und Salieri.

Programm:
• Antonio Salieri, Ouvertüre aus “Cesare in Farmacusa“
• Wolfgang Amadeus Mozart, Konzert für Bassettklarinette und Orchester, A-Dur, KV 622
• Antonio Salieri, Overtüre aus “La Grotta di Trofonio”
• Wolfgang Amadeus Mozart, Serenade “Posthorn”, D-Dur, KV 320

„Mit unserer Liebe und Passion für die Musik gehen wir neue Wege, überschreiten Grenzen und begeistern unser Publikum. Unser eigenes, historisch orientiertes Klangbild entwickeln wir ständig weiter“, formuliert das Kammerorchester Basel seine Leitgedanken. 2019 erhielt das Orchester den Schweizer Musikpreis. Gewürdigt wurden die besondere Vision jenseits bestehender Institutionen, die ausgezeichneten Programme auf höchstem musikalischem Niveau sowie die neuen Formen der Vermittlung.

Sabine Meyer feierte weltweit Erfolge als Klarinettistin und ist mit allen bedeutenden Orchestern aufgetreten. Ihr Repertoire reicht von der Vorklassik bis zu zeitgenössischen Kompositionen, auf zahlreichen Tonträger spielte sie alle wichtigen Werke für Klarinette ein. Acht Alben wurden mit einem „Echo Klassik“ ausgezeichnet.

Giovanni Antonini ist seit der Saison 2015/2016 Principal Guest Conductor des Kammerorchester Basel. Der Mailänder Dirigent und Flötist ist bekannt für seine innovativen Interpretationen des barocken und klassischen Repertoires. Zum 300. Geburtstag Haydns nimmt er in einer Koproduktion mit Il Giardino Armonico und dem Kammerorchester Basel alle 108 Sinfonien des Komponisten auf.

Mozarts Klarinettenkonzert - ein Konzert für Bassettklarinette
(Text Reiner Wehle)
Wolfgang Amadeus Mozart schrieb sein Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 ursprünglich für ein als "Bassettklarinette" bezeichnetes Instrument. Zwar ist das Manuskript Mozarts verschollen, doch gelang es der Musikforschung vor ca. 20 Jahren anhand von Dokumenten aus Mozarts Zeit, das Konzept in seiner ursprünglichen Form zu rekonstruieren.

Eine Bassettklarinette vereinigt den in der Tiefe erweiterten Tonumfang des gegen 1780 erfundenen Bassetthorns mit der Tonhöhe der schon gegen 1700 entwickelten normalen Klarinette. Mozarts Freund und Logenbruder Anton Stadler, für den dieses Konzert geschrieben wurde, war zusammen mit den führenden Instrumentenmachern seiner Zeit an der Entwicklung der Bassettklarinette beteiligt. Da der gegenüber der Klarinette erweiterte Tonumfang eine komplizierte Grifftechnik verlangt, konnte sich das neue Instrument jedoch nicht durchsetzen und geriet schnell wieder in Vergessenheit. In den ersten Drucken erschien Mozarts Klarinettenkonzert dann auch gegen 1800 schon in einer Bearbeitung für normale Klarinette, in der es seither fast ausschließlich gespielt wurde. In dieser Bearbeitung mussten weite Teile des Werkes geändert und um eine Oktave versetzt werden, wodurch Charakter und Struktur des Konzertes empfindlich gestört wurden. Daher ist es begrüßenswert, dass vor einigen Jahren sowohl die ursprüngliche Fassung des Konzertes rekonstruiert wurde, als sich auch Instrumentenbauer fanden, die erneut Bassettklarinetten herstellten.

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