Wolfgang Walkensteiner

(warum Kunst und nicht nicht?).

Im Wissen um seine eigene Zeitlichkeit und Endlichkeit scheint der Mensch einer unausrottbaren Sehnsucht nach Bleibendem überantwortet, nach dem Wert schlechthin, dem Orientierungspunkt, der ihm Sicherheit in seinem Streben nach Freiheit anbietet. Er überlebt also mit dem Bedürfnis, das Unvergängliche zu wollen, es zumindest nicht aus den Augen zu verlieren.
Die letzte Instanz, die der damit verbundenen Anforderung an ein sinnstiftendes und gelingendes Leben entspricht, ist die bunte, unüberschaubare Vielfalt künstlerischer Äußerungen.
Wolfgang Walkensteiner, Max-Weiler-Schüler und Teilnehmer der 37. Biennale in Venedig, reflektiert im Bildraum Bodensee über die Existenz der Kunst und kommt zur Erkenntnis: Die Frage „warum Kunst und nicht nicht?“ stellt fest, dass es sie gibt, die Kunst. Mögliche spirituelle als auch gesichert kapitalistische Unterwanderungen sichern weithin ihren Bestand. Wir sollen uns keine Sorgen um ihr Weiterleben machen.

Katalogpräsentation & Lesung: Mittwoch, 1. März um 19 Uhr
Dauer der Ausstellung: 27. Jänner – 21. März 2023. Öffnungszeiten: Di./Do. 13 - 18 Uhr, Fr./Sa. 11 - 16 Uhr. Info: www.bildraum.bildrecht.at

Abbildung: Wolfgang Walkensteiner, Schwan, 2021, Eitempera auf Leinwand, 150 x 100 cm | Foto: Ferdinand Neumüller © Bildrecht, Wien 2023