W. A. Mozart: Messe C-Dur, KV 317, Krönungsmesse

Wo: Hofburgkapelle, Schweizerhof, 01. Innere Stadt, Wien

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Ticket-Information:

  • Kategorie 1: €43,00
  • Kategorie 2: €33,00
  • Kategorie 3 (eingeschränkte Sicht): €18,00
  • Kategorie 4 (Hörplatz): €12,00
  • Buchungsgebühren können anfallen

Eingetragen von: Wiener_Hofmusikkapelle

Jeden Sonntag von Mitte September bis Ende Juni findet um 9:15 Uhr in der Hofburgkapelle ein Gottesdienst statt. Fortgesetzt wird damit eine über 500-jährige Tradition, die in der Zeit der Habsburger-Herrscher ihren Ausgang genommen hat. Einzigartig ist bis heute die musikalische Gestaltung dieser heiligen Messen. Denn das Ensemble der Wiener Hofmusikkapelle besteht aus den Wiener Sängerknaben, Mitgliedern des Herrenchors der Wiener Staatsoper und der Wiener Philharmoniker und musiziert auf der obersten Empore der Hofburgkapelle.

Information zum Werk:
Am 17. Jänner 1779 wurde Mozart vom Salzburger Fürsterzbischof zum Hoforganisten ernannt. Zu dessen Aufgaben zählte die Komposition von Kirchenmusikwerken. Vor diesem Hintergrund ist die Anfang 1779 in Salzburg entstandene Messe in C-Dur, KV 317, zu sehen. Ihre große Orchesterbesetzung - 2 Violinen, Violoncello, Kontrabass, Orgel, 2 Oboen, 2 Hörner, 3 Posaunen, 2 Trompeten und Pauken - deutet darauf hin, dass die Messe für die Osterfeiertage 1779 bestimmt war. Für diesen Anlass hat Mozart offensichtlich auch die Kirchensonate KV 329 mit konzertierender Orgel geschrieben. Vermutlich wurde die Messe bei den Krönungsfeierlichkeiten für Leopold II. von Habsburg im September 1791 in Prag aufgeführt. Gesichert ist eine Aufführung bei den Krönungsfeierlichkeiten für Leopolds Nachfolger, Kaiser Franz II., im August 1792, ebenfalls in Prag. Von dort stammt auch die Bezeichnung „Krönungsmesse“. Dafür spricht auch eine Wiener Stimmenabschrift aus dem frühen 19. Jahrhundert. Zu den Charakteristika dieser festlichen Messe zählt das auf mehreren Themen aufbauende, ausführliche „Gloria“, das Solostimmen und Chorpartien klar trennende „Credo“ mit einem ausdrucksvollen Soloquartett und ein Leichtigkeit ausstrahlendes „Benedictus“. Den Höhepunkt bildet das ausdrucksreiche „Agnus Dei“, dessen Sopransolo die große Arie der Gräfin aus Mozarts „Le nozze di Figaro“, „Dove sono“, vorwegnimmt.
Walter Dobner

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