KAFKA IN FARBE von Max Merker & Aaron Hitz |Uraufführung

Wo: Großes Haus, Vorarlberger Landestheater, Bregenz

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

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Eingetragen von: esther77h

Mit Franz Kafkas Romanen und Erzählungen verbinden sich meist Märtyrer-Assoziationen und düstere Themen, existenzialistisch und dystopisch, dunkel und schwer. Das Cover der ersten Gesamtausgabe beim Fischer-Verlag: schwarz glänzend. Kafkas Porträt darauf: so retuschiert, dass es finster genug vom Einband starrte. Verfilmungen seiner Stoffe, etwa von Orson Welles oder Steven Soderbergh: wie selbstverständlich in Schwarzweiß produziert, als forderte die Reputation den Trauerflor.

Dabei waren Kafkas Lachanfälle legendär. Bei seinen Lesungen ging es ausgesprochen heiter zu und laut Zeitzeugen lachte dabei der Autor selbst am lautesten. Sein Lachen soll ihn sogar einmal beinahe seinen Brotjob als leitender Beamter bei der Arbeiterunfallversicherungsanstalt gekostet haben.

Doch weil Komik und Ernst im Reich der Hochkultur noch immer unvereinbar zu sein scheinen, geraten Witz und Slapstick, Kalauer und Groteske allzu schnell in den Ruch des Trivialen. Mit dem Theaterabend KAFKA IN FARBE sprengen wir die Grenzen, blasen den Staub vom Umschlag der landläufigen Kafka-Rezeption, lassen das Schwarz und Weiß hinter uns und suchen in Kafkas Werk nicht nur nach den Grau, sondern gleich nach den bunten, grellen Farbtönen. Dabei bedienen wir uns bei Kafkas Erzählungen und Romanen ebenso wie bei Briefen und Tagebucheinträgen.

Max Merker und Aaron Hitz, die sich über ihre physisch-poetische Erzählweise bereits mit LACHEN VERBOTEN! dem Werk Buster Keatons und mit ALL YOU CAN BE! dem Mythos von Orpheus und Eurydike näherten, wenden sich nun Franz Kafka zu: dem unerkannten Komödianten des Unbewussten.