Philipp Fussenegger-Werkschau: Henry & Zu schön, um wahr zu

Wo: Spielboden - Kinosaal, Färbergasse 15, Dornbirn, Dornbirn

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

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Eingetragen von: Spielboden Dornbirn

Mit dem mittellangen Spielfilm „Henry“ gelang dem 1989 in Dornbirn geborenen Philipp Fussenegger 2015 ein viel beachtetes Debüt. Für Aufsehen sorgte auch die Skilehrer-Comedy „Geld spielt keine Rolex“, aber auch mit der Eröffnung des weltweit ersten Cyber-Bordells 2020 in Berlin sorgte Fussenegger für Schlagzeilen. Der Spielboden Dornbirn präsentiert sein filmisches Schaffen vom ersten Kurzfilm bis zum Dokumentarfilm "I Am the Tigress".

Zu schön, um wahr zu sein

Deutschland / Österreich 2015 | 8 min | Regie: Phillipp Fussenegger, mit: Max Meyr

Manfred hat sich ein Leben mit seinen zwei Liebespuppen Luise und Josepha konstruiert fernab von jedem sozialen Geschehen. Eines Tages beschließt er seine Liebe zu den Puppen der einzig realen Person in seinem Leben, seiner Mutter, zu gestehen.

Henry

Deutschland / Österreich 2015, 53 min, Deutsche Originalfassung | Regie; Philipp Fussenegger | mit Nino Böhlau, Lukas Till Berglund, Julia Hummer, Fritz von Friedl

Der musisch hochbegabte, aber emotional introvertierte Henry (14) kommt zum neuen Schuljahr an ein privates und abgeschiedenes Musikinternat. Dort trifft er auf den ehrgeizigen wie selbstbewussten Mitschüler Erik (14), der als herausragender Organist das Aushängeschild der Schule ist. Henry muss in Eriks Zimmer einziehen und wird von diesem in den Schulalltag eingeführt. Dabei geraten beide zunehmend unter Druck: Der eine, weil er aus seiner Isolation gedrängt wird und der andere, weil der Neuankömmling sein Können mehr und mehr in Frage stellt. Denn Henry entdeckt nicht nur seine Faszination und Leidenschaft für das von Erik bevorzugte Orgelspiel, sondern auch erste Gefühle für Eriks Freundin. Die beiden werden zu erbitterten Konkurrenten.

"Philipp Fussenegger macht vor, wie man mit wenigen Mitteln faszinierende Charaktere zeichnet – ohne zu viel zu verraten, ohne psychologisch herumzudoktern, einfach mit Bildern und Klängen, die einen fast hypnotischen Sog erzeugen." (Bayerischer Rundfunk)

"Die beiden jungen Darsteller Nino Böhlau und Lukas Till Berglund sind großartige Gegenspieler – selbstbewusst aufsässig der eine, selbstbewusst schweigsam der andere. Aber mit Worten wird dieser Kampf um Genie und Geltung ohnehin nicht ausgetragen, sondern mit Orgelmusik von Bach bis Arvo Pärt, auch Chopins Revolutionsetüde spielt eine besondere Rolle. Eine bild- und klanggewaltige filmische Wucht!" (Jurybegründung des First Steps Awards)

Im Anschluss an die Vorführung am 27. 9. Publikumsgespräch mit Philipp Fussenegger