Diese Veranstaltung ist schon vorbei

Wann:

Do 20. Okt 2022, 10:00–18:00

Wo: Universität für angewandte Kunst Wien, Oskar-Kokoschka-Platz 2 1010, 01. Innere Stadt, Wien

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Ticket-Information:

  • Eintritt: Kostenlos

Eingetragen von: kontakt19

Im Laufe der 1930er-Jahre entwickelt Friedrich Kiesler (1890-1965) seine Theorie des Correalismus, einer transdisziplinären Grundlagenforschung zum Entwurf in Architektur und Design. Sie fußt auf den damals neuesten Erkenntnissen der Systemtheorie, der Biologie sowie der Technikwissenschaften und fordert die empirisch-wissenschaftliche Erforschung eines ganzheitlichen, auf den Menschen bezogenen Gestaltens (Correalismus) in Verbindung mit der praktischen Erprobung der dabei gewonnenen Erkenntnisse (Biotechnique).
Kieslers Wortschöpfung Correalismus beinhaltet die Begriffe „Co-Realismus“ (co-reality) und „Korrelation“ (correlation) und meint damit die Wechselbeziehung dreier Umgebungen: der natürlichen, der menschlichen und der technischen Umgebung. Ihren „Kern“ bildet der Mensch als Zentrum dieser Wechselbeziehungen, die Kiesler auch als aufeinander einwirkende Kräfte auffasst. Neben Friedrich Kiesler haben u. a. auch Richard Buckminster Fuller und Victor Papanek vieles von dem vorweggenommen, was heute als cross-, trans- oder interdisziplinäre Arbeitsweise bezeichnet wird. Kiesler, Fuller und Papanek verkörpern exemplarisch die Synthese von Kunst, humanistischem Design und technologischer Innovation.

Begrüßung: Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien, Vorstand der Stiftung
Panel I – Correalities: Clarification of terms (Vortragende: Dieter Bogner, Gert Hasenhütl, Gerd Zillner)
Panel II – Correlations: Historical context (Alison Clarke, Almut Grunewald, Joachim Krausse)
Panel III - Archeology of the Future//Prospective Scenarios of the Past: current discourse (Wolfgang Fiel, Barbara Imhof, Lucie Strecker)

Alle Vorträge finden in englischer Sprache statt. Eintritt frei.
Mehr Infos: https://www.kiesler.org/de/