ALICE IM WUNDERLAND von Lewis Carroll

Ein weißes Kaninchen, das es sehr eilig hat, eine grinsende Katze, die verschwindet, aber ihr Grinsen zurücklässt, ein verrückter Hutmacher, für den rund um die Uhr Teezeit ist, Pillen, die einen größer werden oder schrumpfen lassen, und ein tanzender Schildkrötensupperich. Die Motive, die Lewis Carroll für ALICEIMWUNDERLAND ersann, sind auf der ganzen Welt geläufig und vielfach in Kultur und Popkultur eingegangen. Von Sigmar Polke bis Tom Waits, von psychedelischem Rock bis zum Kultfilm Matrix: Alice‘ Abenteuer dienen seit ihrer ersten Veröffentlichung quer durch alle Kunstformen und -genres als Inspiration.

Auf der Bühne ist ALICEIMWUNDERLAND ein Familienstück im allerbesten Sinne: Kinder staunen und freuen sich über die vielen verrückten Einfälle, die irren Sprachspiele und die allen Regeln der Alltagslogik widersprechenden Wendungen. Erwachsene entdecken die philosophischen Fragen, die der Text ganz nebenbei aufwirft, die verrätselten Vignetten, in denen sich Alice wiederfindet und die unser Verständnis von der Welt in Frage stellen. Und alle haben einfach Freude an der bunten, fantastischen Welt, in der das Mädchen seine Persönlichkeit entwickelt und schließlich über sich selbst – und die tyrannische Herzkönigin – hinauswächst.

Eine Reise ins Unterbewusstsein? Eine enigmatische Parabel? Das Psychogramm einer Heranwachsenden? Oder einfach nur herrlicher Unsinn? Lewis Carroll selbst behauptete schlicht: „I‘m very much afraid I didn‘t mean anything but nonsense.”