WOLFGANG DENK. BRILLIANT POLYCOLORTYPES 2019 – 2021

Seit September 2019 arbeitet Wolfgang Denk konsequent an einer neuen Bildsprache, die der im Waldviertel lebende und arbeitende Künstler zum DENK ART-Vokabularium verdichtet. Im Mittelpunkt von Denk steht der Versuch die deklarative Beschränktheit des Geometrischen und die überschüssige Expressivität der gestischen Malerei zu überwinden. Das Resultat seiner intensiven Beschäftigung mit den Parametern der Malerei, ist eine neue Form der Plasticolorotype -Technik – ein von Denk entwickelter Terminus technicus. Diese neuentwickelte Technik ist für Denk ein Weg, in unregelmäßigen Reihen sternförmige Grundelemente zu variieren, welche seine neue Position in der Malerei bestimmt. Diese Strahlenelemente werden in verschiedene Zusammenhänge gestellt und erzielen eine hohe Wandlungsfähigkeit der diversen Elemente.

Entstanden sind in dieser Schaffensphase rund 200 klein-, mittel- und großformatige Malereien auf verschiedenen Trägermaterialen wie Leinwand, Papier und Hartfaserplatten (HFPL). Zu sehen ist nun eine Auswahl von Werken, die im Zeitraum von 2019 bis 2020 entstanden sind, ab Donnerstag, den 16. September 2021 unter dem Titel WOLFGANG DENK. BRILLIANT POLYCOLORTYPES 2019 ¬– 2021. in der GALERIE-halle, Ottensheimerstraße 70, 4040 Linz.
Wolfgang Denk wird in der Zeit von 16 bis 20 Uhr anwesend sein und für Gespräche zur Verfügung stehen. Es spricht um 18 Uhr Univ. Prof. Helmuth Gsöllpointner, former Rektor der Kunstuni Linz.

DENK ART
„Ursprünglich stammten die Grundformen aus einfachen, monotypieartigen Abdrücken gewöhnlicher ‚Plastik-Einkaufssackerl’ als malerische Gestik, wobei da von Anfang an eine kontrollierte Artikulation einer zufälligen gegenüberstand. Wieder interessierte mich das alte ontologische Prinzip der Ambivalenz zwischen Ordnung und Chaos. Die farbigen ‚Colortypes’ zeigen dem aufmerksamen Beobachter, dass dies die formgebende, gestalterische Methode ist, welche in der konzeptionellen, imaginativen Planung meiner Arbeit eine malerisch definierte, physisch existierende Bilddramatik entstehen lässt. Zuerst kommen die poetisch naturfarbigen Farbfelder auf den Hintergrund und dann die fertigstellende Oberfläche mit ornamentalen Formen, meist im Grundfarbenspektrum gehalten, wie ich es am 17. September 2019 im Wachtraum vorhergesehen habe. In diesem Modell stehen metaphysische Vorstellungen und logische Prozesse nebeneinander auf der Oberfläche, während die eigentlichen mythisch-philosophischen Theorien im Bild verborgen sind.“ Wolfgang Denk.

In einem anderen Modell stellt Wolfgang Denk auf seinen neuen Leinwandbildern mit „polycolortype“ gedruckten Archetypen aus dem Zentrum Strebendes dar, wobei sich die Grenzlinien zwischen den diversen Grundformen durchschneiden. Verschiedene Zeichenverfahren vermischen sich, in einem informellen Prozess integriert, unabhängig vom Material, Papier, Hartfaserplatte (HFPL) oder Leinwand. Unterschiedliche Prototypen werden aufgetragen und auf der Bildfläche schachbrettartig verteilt. Durch die Herstellung eines Farbfeldes auf der Grundfläche und einer „monotypisierten“ Bildoberfläche mit dem „polycolortype“ Ornamentsystem, ergibt sich ein eigenwilliges informelles, geometrisches Ordnungsprinzip.

Unter dem Titel Wolfgang Denk. Neue Malereien 2019–2020 ist ein Katalog mit Texten von Carl Aigner, Wolfgang Denk und Susanne Magdalena Karr im Verlag Bibliothek der Provinz GmbH, Gmünd erschienen.

INFORMATION https://denkwolfgang.com, E galerie-halle.scheutz@gmx.at, T +43 676 32 07 082

BILD: DENK ART 2020, Blood on Titanium White, 70 x 100 cm, ACRYL, HFPL, Foto: Wolfgang Mayer, © DENK ART