Skino im Kunstmuseum | La Ciénaga

von Lucrecia Martel, AR 2001, Es/en, 101’
In Kooperation mit dem Skino Schaan.

Februar im Nordwesten Argentiniens. Glühende Sonne, tropische Gewitter. Auf den Feldern bleibt das Wasser stehen und verwandelt den Boden in sumpfigen Morast (span. ciénaga) – tödliche Fallen für grössere Tiere und Brutstätten für Ungeziefer jeder Art.
Hier verbringt Mecha den Sommer, eine Frau in den 50ern mit vier Kindern, einem Mann, der sich die Haare färbt, und mit den «üblichen Dienstbotenproblemen ». Nichts, was ein paar Drinks nicht heilen könnten. Oder, wie Tali sagen würde: In diesem Haus ist der Alkohol der liebste Gast. Tali ist Mechas Cousine. Sie hat auch vier Kinder und einen Mann, der sein Haus und seine Kinder liebt und ein leidenschaftlicher Jäger ist.
Um der Hitze zu entfliehen, haben sich die beiden Familien auf den Landsitz La Mandragora zurückgezogen, dessen Glanz längst verblichen ist: Am Rande eines schmutzigen Pools feiert eine dekadente Gesellschaft nichtsahnend ihren Untergang, der diesen Menschen in Form von Verletzungen schon längst auf die Körper und Gesichter geschrieben ist.

Artist's Choice – Rivane Neuenschwander
Brasilianische Traditionen spielen in der Arbeit von Rivane Neuenschwander, die 1967 in Belo Horizonte geboren ist und aktuell in São Paulo lebt und arbeitet, eine entscheidende Rolle. Zum Beispiel bezieht sich die Künstlerin in ihrem Werk I Wish Your Wish auf ein Brauchtum der Kirche Nosso Senhor do Bonfim in Salvador, Bahia, wo Gläubige sich Bänder an ihre Handgelenke oder an die Tore der Kirche hängen. In ihrem Film Quarta-feira de Cinzas/Epilogue [Aschermittwoch/Epilog] tragen Ameisen farbige Konfetti vom Karneval in Rio in den Wald.

Für das Begleitprogramm zu ihrer Einzelausstellung knife does not cut fire luden wir die Künstlerin ein, eine Auswahl brasilianischer bzw. südamerikanischer Filme vorzuschlagen. Das Filmprogramm spiegelt nicht nur Interessen und Inspirationen Neuenschwanders wider, sondern erlaubt auch einen Einblick in die brasilianischen Kulturen.

Es gelten die Covid-19-Schutzmassnahmen.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, wir bitten um Anmeldung.

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