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Wann:

Fr 4. Jun 2021, 16:00
Sa 5. Jun 2021, 16:00
So 6. Jun 2021, 16:00
Fr 13. Aug 2021, 16:00
Sa 14. Aug 2021, 16:00
So 15. Aug 2021, 16:00

Wo: Festspielhaus, Platz der Wiener Symphoniker 1 6900, Bregenz

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Eingetragen von: esther77h

Uraufführung
4 Arbeiten von Silvia Costa

Das Bodensee-Panorama und ein Satz aus den PENSÉES von Blaise Pascal sind Inspiration für eine Reihe von Performances und Installationen, die die italienische Künstlerin Silvia Costa für Bregenz kreiert, die die naturgegebene unendliche Abfolge von Tag und Nacht, von Leben und Tod thematisieren.
In DE RERUM NATURA beschreibt Lukrez das Verhältnis eines Betrachters zum offenen Meer, das sich ihm preisgibt, während er von der sicheren irdischen Grenze beobachtet. Doch wer die Wirklichkeit erleben will, muss mutig hinaus segeln.

IHR SEID BEREITS EINGESCHIFFT besteht aus vier Arbeiten, die speziell für Kunstorte in Bregenz geschaffen wurden; wer sie erleben will, muss ebenfalls hinaus, muss sich von einem Ort zum anderen bewegen. Nur durchs eigene Zutun vervollständigt sich das Werk: die Betrachter:innen stellen sich ins Bild, werden zum Subjekt der Darstellung.

Etappe 1 - Seestudio im Festspielhaus
UM DEN ABSCHIED ZU VERMEIDEN
Mit einer Orgelkomposition von Kali Malone

Das Bild des Wassers dringt gleichsam durchs Panoramafenster ein, fließt mit blauen Tönen über das Glas. Als segelte man im Bauch eines Schiffes, das den Körper eines kleinen Jungen durch eine rituelle Reise, einen Lebensbogen trägt. Kompositionen der Musikerin Kali Malone begleiten diese Reise; gespielt auf der Orgel, dem Instrument der Winde, sind sie wie der nicht zu fassende Wind selbst, der die Segel der Schiffe bläht.

Mit Gloria Dorliguzzo, Rosabel Huguet Dueñas, Anna Martens, Verena Reiter, Florian Zörner
Organist: Johannes Hämmerle

Etappe 2 - Panoramaraum im vorarlberg museum
WOHLBEFINDEN WIRD MIT EIFER BESIEGT, SONST NICHTS

Von oben und wie durch das Objektiv einer riesigen Kamera blickt man aufs Seepanorama; ein unwirkliches Bild. Ein junges Wesen bewohnt den Raum, vielleicht in Hoffnung und Gebet; der Körper scheint über Jahrtausende verändert, vielleicht durch eine kranke, schwarze Sonne, die im jegliche Farbe nahm, die Knochen verkalken ließ.

Mit Sarah Barth

Etappe 3 - Box im Vorarlberger Landestheater
WIRF ALLES WAS DU HAST INS FEUER, SOGAR DEINE SCHUHE
Installation zu DER GEFESSELTE PROMETHEUS von Aischylos

Vor Prometheus verschwindet das Panorama, verlöscht, eingehüllt in die nächtliche Schwärze des Alls. Übrig bleibt nichts als Klang und der Sandboden eines verlassenen Strandes. Die Natur verdunkelt sich, Prometheus‘ Diebstahl zerreißt das Bild - aus dem Loch in der Leinwand dringt eine klagende Stimme; unendliches Klagelied des Menschen, unendlicher Weg ohne Wiederkehr.

Mit Luzian Hirzel
Stimmen: Maria Lisa Huber, David Kopp, Nico Raschner

Etappe 4 - KUB-Sammlungsschaufenster
UND GOTT RUHTE AM SIEBTEN TAG

IHR SEID BEREITS EINGESCHIFFT - in diesem Raum wird es zum gemeinsamen Unterfangen einer Familie, weitergegeben von Generation zu Generation. Die Großmutter, die Mutter, die Tochter: gemeinsam arbeiten sie daran, ein neues Panorama aus dem Nichts der weißen Leinwand zu erschaffen, es einander zu erzählen. Bis das Bild fertig ist.

Mit Paula Czizegg, Juliane und Johanna Amann und Herta, Regine und Ronja Reininger

Vorarlberger Landestheater in Koproduktion mit den Bregenzer Festspielen, in Zusammenarbeit mit dem vorarlberg museum und dem Kunsthaus Bregenz

Wichtige Information zum Ablauf:
Das Projekt beginnt für alle Besucher:innen um 16.00 Uhr im Seestudio (Dauer ca. 35 Min).
Ab 17.00 Uhr besuchen Sie die Performances im Panoramaraum und in der Box (Dauer jeweils ca. 15 Min, Ihre persönliche Anfangszeit entnehmen Sie bitte Ihrem Ticket.)
Die Dauerperformance im Sammlungsschaufenster ist für Ticketinhaber von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr zugänglich.
Achtung: Das Platzangebot in Panoramaraum und Box ist begrenzt und Einlass nur für Ihren zugeteilten Slot möglich!

Der Kartenverkauf findet ausschließlich über die Bregenzer Festspiele statt.

Foto: Anja Köhler