Wo: ARGEkultur, Ulrike-Gschwandtner-Straße 5, Stadt, Salzburg

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

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Da ist es also. Das am meisten erwartete Debüt-Album des Jahres aus Österreich, um nicht zu sagen des gesamten deutschsprachigen Raums.Die Vorab-Singles „Üben üben üben“, „Diese Villa ist verlassen“ und „22703“, allesamt Hymnen eines gar nicht so fernen Utopias haben einen Hype ausgelöst, wie ihn zuletzt wohl anno 2014 Wanda hatten, und befanden sich im oberen Feld der Jahresbestenlisten und Charts von Musikexpress, fm4, TAZ, laut.de und so weiter und so fort.„Die Ö-Band der Stunde, Pauls Jets, schon jetzt als die nächsten Wanda-buch gehandelt.“ –
schrieb Der Standard; doch mit Wanda oder Bilderbuch hat das alles am Ende doch recht wenig gemein.
Die Jets sind eklektischer, zerfranster, jugendlicher und anarchistischer als die Wiener Erfolgsbands von gestern.
Was nicht zusammengehört wird in unerschrockener Verhuschtheit so zusammengefügt bis kleine Pop-Meisterwerke entstehen, die einen staunend zurücklassen, die Sinn machen, die bewegen ohne sich zu erklären; wie hat er das gemacht, was sind seine Einflüsse?Egal. Mit Paul Buschnegg betritt ein 21-jähriges Wunderkind die Bühne, einer der noch große Spuren im heimischen Pop hinterlassen wird.Poet, Soundfrickler und Punk in einem. Bassistin Romy Park und Drummer Xavier Plus runden die Jets ab, verleihen dem Ganzen das solide Fundament einer verschworenen Bandgemeinschaft, heben Pauls Jets über den Status eines weirden Leftfield-Projekts hinaus, sorgen für Funkiness und Sex.„Alle Songs bisher“ hält den Erwartungen nicht nur stand, es entpuppt sich als ganz großer Wurf, als ein Zaubergarten in dem alles möglich wird, wo psychedelische Trips auf pubertären Rumpel-Punk, wo formvollendetes Pop-Songwriting auf avantgardistische Spinnereien oder auch Cloud-Rap-Vignetten trifft, wo sich Fuchs und Reh in kitschigen Balladen Gute Nacht sagen dürfen und wir am Ende Messer zücken, nie wieder weg wollen, bessere Menschen werden um uns tanzend in post-nuklearen Villen wiederzufinden…Ein Rausch also!Oder um es mit den schönen Worten von Katharina Seidler (fm4, Falter) zu sagen: „Pauls Jets sind die einzige Band, die das unendliche Erbe von Ja, Panik antreten kann, und sie sind natürlich auch viel mehr als das, sie werden ewig sein.“Strandhase „ Primetime“Das Debütalbum der Indie Rock-Band Strandhase beginnt nicht zufällig mit dem Song 20:15, trägt es doch den Titel Primetime. So ist es dann auch eine absurde Reise durch das flimmernde Abendprogramm, wie Fernsehschlaf und Wachtraum zu gleich. Zuerst kommt das poppige und heitere Hauptabendprogramm (Paloma, Chlorwasser trinken, Ich habe gelogen). In der Nacht wird es düster mit Was ist los mit Dir sowie Korsakow, gefolgt von Meine Dystopie und Dieser Schatten, die furchteinflößend aber gleichzeitig aufregend sind, wie der erste FSK 18 Film, für den man als Kind heimlich aufgeblieben ist. Nach dem Teleshopping-Zwischenspiel ([zwischen Plastikpflanzen]) wird es mit dem Kinderfernsehen am Morgen (Plastikpflanzen gießen, Kalter Kaffee) noch einmal tragisch-komisch, so wie um 7h morgens nach einer durchzechten Nacht einsam und verloren vor dem Kinderprogramm einzuschlafen.
So inhaltlich bunt wie dieses Programm ist auch Strandhases Musik auf Primetime. Sie mischen in ihren Rock’n’Roll sorg- und mühelos Jazz und Funk-Einflüsse, New Wave und wabernden Western-Style. In den Texten von Sänger Daniel Mendl kollidieren Agonie mit Lebenslust, blumige Metaphern mit schonungsloser Direktheit, nüchterner Realismus mit dem Kino (oder Fernsehprogramm) im Kopf.Es sind 4 junge Wiener, die sich 2018 zur Band Strandhase zusammengeschlossen haben. Richtiger ist eigentlich: 3 junge Wiener, die verzweifelt einen Bassisten gesucht und schließlich auch gefunden haben. Denn Texter Daniel Mendls kreativer Output war so groß, dass die musikalische Umsetzung gar nicht früh genug beginnen konnte. Und so haben sie sich in nicht einmal einem Jahr und ohne irgendeinen Release veröffentlicht zu haben bereits eine veritable Fanbase und reihenweise ausverkaufte Konzerte erspielt. Auch wenn der Indierock das Fundament ihrer Musik bildet, so sind doch Anleihen aus dem Funk, dem Latin und auch dem Chanson nicht zu überhören. Die wortgewaltigen Texte von Daniel Mendl werden dabei von Guillaume Freysmuth (Bass), David Arcos (Gitarre) und Severin Steirer (Schlagzeug) musikalisch auf den Punkt gebracht. Strandhases Debüt-EP Grundrausch erschien am 7. Juni 2019. Das Debütalbum Primetime erscheint am 21. Februar 2020.