Wo: WUK, Währinger Str. 59, 09. Alsergrund, Wien

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Ticket-Information:

Eingetragen von: Oeticket

"Culk & The Bad SeatsWir haben nach einem denkwürdigen Titel für unsere bestuhlte Pandemie-Konzertreihe gesucht und sind bei Nick Cave fündig geworden. Wenn uns Culk beehren, haben sie aber keine Cave-Coverband mit im Gepäck. Wir müssen nur aus den hinlänglich bekannten Gründen während der Show sitzen bleiben. Die Sicht ist dafür von jedem Sitzplatz aus gleich gut."Die Wiener Formation Culk präsentiert ihr zweites Album "Zerstreuen über Euch". Es ist eine Kampfansage an tieferverwurzelte patriarchale Strukturen.Die Gruppe rund um Sängerin und Multiinstrumentalistin Sophie Löw hat im letzten Jahr mit ihrem selbstbetiteltes Debütalbum einen "Suchtsound" (spiegel.de) zwischen Shoegaze und Postpunk kreiert, mit dem sie für großes Aufsehen gesorgt hat. Für das neue Material haben sich Culk mit dem Wiener Produzenten Wolfgang Möstl (Mile Me Deaf, Der Nino aus Wien, Voodoo Jürgens, Dives) zusammengetan und gehen dabei den Weg des Debüts konsequent weiter.Allem voran die betörenden Vocals von Sophie Löw, die in ihren Texten die relevanten Themen anspricht und poetisch verhandelt: Das sture Unsichtbarmachen der Geschlechtervielfalt in der sprachlichen und gesellschaftlichen Realität ("Dichterin"). Die vielen Strategien, die sich Frauen für den nächtlichen Nachhauseweg über die Jahre zurechtgelegt haben, um möglichst unversehrt anzukommen ("Nacht"). Die dienende und untergeordnete Rolle, in die sie im Bett, im Alltag, in der Familie, Arbeit und Öffentlichkeit gedrängt werden ("Helle Kammer"). Die nachhaltigen Schäden, die diese Erfahrungen verursachen ("Jahre später") und die unzähligen wertlosen Rechtfertigungen und Erklärungen, die auf Kritik an den Geschlechterverhältnissen immer wieder folgen. All diese Themen behandelt die Wiener Band Culk auf ihrem zweiten Album "Zerstreuen über euch".Es sind gewichtige Themen, sie kreisen stets um Macht, Liebe und Widerstand. Die von Sophie Löw verfassten Texte wollen kein neoliberales "female empowerment", sie sagen dem Publikum nicht, dass Frauen super sind und alles schaffen können. Sie wollen vielmehr einen Raum in und außerhalb der deutschsprachigen Popmusikszene schaffen, in dem kollektive Erfahrungen von Frauen im Patriarchat, das sie stets unterdrückt, an ihren Platz verweist und zum Schweigen bringen will, künstlerisch verarbeitet und gemeinsam verhandelt werden.