Diese Veranstaltung ist schon vorbei

Wann:

Mi 18. Apr 2018, 19:30

Wo: Dieselkino, Europastraße 3, Oberwart, Oberwart

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Ticket-Information:

  • Festivalpass: €25,00
  • Buchungsgebühren können anfallen

Eingetragen von: presse26

Eröffnung der Filmtage durch LR Hans Peter Doskozil und Sebastian Höglinger, Leiter der Diagonale

Fake ist das große Schlagwort unserer Zeit. Dabei ist der Fake nichts Neues, der Einsatz der Fälschung, des Imitats, des Schwindels, der Täuschung ist jahrhunderte alt. Es scheint so, dass wir vor den sozialen Medien alles glauben durften, was uns Printmedien, Film und Fernsehen vorsetzten. Dies entspricht aber nicht der Tatsachen, denn Falschmeldungen gab es immer schon, ob im politischen, wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Kontext.

Der Fake hat jedoch auch als Kunstform seine Geschichte. Man denke nur an das von Orson Welles dramatisierte Radiohörspiel "Krieg der Welten" (nach einem Roman von H.G. Wells), das bewusst als Reportage inszeniert zu panischen Reaktionen unter den Zuhörerinnen und Zuhörern führte. Die erzählende und dramatische Kunst lebt in übertragenem Sinn in ihren Erzählungen immer wieder auch von einer Vermischung von drei Begriffen. Gute Geschichte beinhaltet immer einen Schuss Realität, Fiktion und Andichtung. Können Künstlerinnen und Künstler also zur Diskussion um die "wahrhaftige Information" etwas beitragen?

Klar: Kunst erhebt keinen absoluten Wahrheitsanspruch. Aber ist es nicht vielmehr die Haltung, die uns als Menschen ausmacht - als die Tatsache, die absolute Wahrheit gepachtet zu haben?

Bei den burgenländischen Filmtagen Borderline 2018 möchten wir dieses Experiment wagen und haben Filme von und mit Burgenländerinnen und Burgenländern nach diesen Kriterien ausgesucht.

Wir dürfen Namen nennen wie Barbara Eder mit "Thank you for bombing", die Drehbuchautorin Kathrin Resetarits, der wir über ihren Vater Lukas Resetarits burgenländische Wurzeln zugestehen, oder auch KünstlerInnen und FilmemacherInnen wie Therese Schulmeister, Mara Mattuschka und Peter Wagner. Auch ein Ausnahmetalent aus Oberwart, Kristina Schranz mit ihrem preisgekrönten Film "Spielfeld", konnten wir für die Filmtage gewinnen. Ein anspruchsvolles Programm in fünf Tagen, das wir mit der Oberwart-Premiere des Filmes "Murer Anatomie eines Prozesses" am Mittwoch den 18. April eröffnen werden. Wir wünschen unserem Publikum erhellende Momente bei den Filmen und Diskussionen.

Einen Teil der Filme werden wir im Dieselkino zeigen, deren Betreiber uns heuer eine spezielle Filmtage-Area und einen Kinosaal sowie Filme zur Verfügung stellen. Zwei Tage werden wir den OHO Saal in einen Filmclub mit Großleinwand verwandeln.

Da wir heuer wieder ein sehr großes Programm haben, legen wir auch einen Festivalpass auf, der mit € 25,- für sechs Spielfilme, ein Filmfrühstück und zahlreiche Kurzfilme ein attraktives Angebot darstellt.