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W. A. Mozart: Große Messe c-Moll, KV 427

Wann:

So 30. Apr 2017, 10:30–12:15

Wo: Jesuitenkirche (Universitätskirche), Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 1, 01. Innere Stadt, Wien

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Ticket-Information:

  • Eintritt: Kostenlos

Jesuitenkirche
(alte Universitätskirche)
Dr. Ignaz - Seipel - Platz 1
1010 Wien

W. A. Mozart: Große Messe c-Moll, KV 427
Chor, Solisten und Orchester der Chorvereinigung St. Augustin

Offertorium:
Melchior Vulpius: Gelobt sei Gott im höchsten Thron

Solisten:
1. Sopran: Cornelia Horak
2. Sopran: Katrin Auzinger
Tenor: Gernot Heinrich
Bass: Klemens Sander

Communio: siehe Aushang
Orgel: siehe Aushang

Dirigent: Andreas Pixner
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Vorankündigung:

Konzert
Antonín Dvořák: Stabat Mater

Dienstag, 16. Mai 2017
19:30 Uhr | Jesuitenkirche, Wien

Mitwirkende:
Cornelia Horak, Sopran
Annely Peebo, Alt
JunHo You, Tenor
Yasushi Hirano, Bass

Sitzplatzreservierung für Konzerte:

Telefon: +43 664 336 64 64
Online-Reservierung
E-Mail: bestellung(at)chorvereinigung-augustin.com
Kategorie A: 35 €, Abendkassa 40 €
Kategorie B: 30 €, Abendkassa 35 €
Schüler und Studenten (mit Ausweis): 10 €
------------------------------------------------------------Einleitung:
W. A. Mozart (1756-1791): Große Messe in c-Moll, KV 427

Die Große Messe in c-Moll von Wolfgang Amadé Mozart , KV 427 (früher 417a), entstand 1782 und ist, obwohl unvollendet, eine der herausragenden Messvertonungen der europäischen Musikgeschichte. Die Bezeichnung „Große Messe“ ist ein späteres Attribut. Formal gehört das Werk zum Typus der Missa solemnis .

Mozart hat über 70 kirchliche Werke komponiert, darunter insgesamt 18 Messen. Der weitaus überwiegende Teil davon entstand in seiner Salzburger Zeit, also im Zeitraum bis 1781. Die meisten Salzburger Kirchenwerke entstanden im Dienste der Salzburger Erzbischöfe. Erzbischof Colloredo liebte lange Messen nicht, vor allem wenn er sie selber zelebrieren musste. Deshalb durften diese Messen nicht länger als höchstens eine dreiviertel Stunde dauern.

Im Sommer 1782 begann er ohne jeden äußeren Auftrag (jedenfalls ist von einem solchen bisher nichts bekannt geworden) in Wien eine neue Messe zu schreiben. Am 4. August 1782 hatte die Hochzeit von Wolfgang und Constanze Mozart stattgefunden. Am 17. August 1782 schrieb Mozart, er habe „in seinem Herzen versprochen, wenn er sie als seine Frau nach Salzburg brächte, dort eine neukomponierte Messe zur Aufführung zu bringen.“

In diesem Gefühl der Frömmigkeit und Liebe begann Mozart mit der Komposition der c-Moll Messe, die er am 26. Oktober 1783 in der Salzburger Peterskirche mit seiner Frau Constanze als Sopran-Solistin aufführen wollte. Da dokumentarische Nachweise für eine Aufführung fehlen, kam es wahrscheinlich gar nicht dazu. Die Messe war möglicherweise als eine Art Votivgabe für Constanze gedacht gewesen. Davon zeugt insbesondere die unvergleichliche Sopranarie Et incarnatus est . Mozart stellte die Messe nicht fertig, was Anlass für Spekulationen gibt. Ein Grund für ihre Nicht-Fertigstellung mag darin liegen, dass die Josephinischen Kirchenmusik-Reformen es zwischen 1783 und 1790 praktisch keinem österreichischen Komponisten ermöglichten, größer besetzte Kirchenmusik aufzuführen, wie der Musikwissenschaftler Martin Geck herausarbeitete. Ein anderer, dass im Sommer 1783 das erste gemeinsame Kind, Raimund Leopold, am 18. August 1783 bei der Amme in Wien verstorben war (Mozart weilte mit Constanze seit 27. Juli 1783 in Salzburg) und dies die gesamte Familie Mozart in niedergeschlagene Stimmung stürzte. In weiterer Folge hat Mozart das „Kyrie“ und das „Gloria“ der Messe 1785 zu dem Oratorium „ Davidde Penitente “ umgearbeitet.