Verlassene Orte: toten.stil - Die Ruhe nach dem Sturm

Wann:

Mo 29. Mai 2017, 08:30–17:00
Di 30. Mai 2017, 08:30–17:00
Mi 31. Mai 2017, 08:30–17:00
Do 1. Jun 2017, 08:30–17:00
Fr 2. Jun 2017, 08:30–17:00
Sa 3. Jun 2017, 08:30–21:00
Mo 5. Jun 2017, 08:30–14:00

Wo: Genusszentrum Schlierbach, Klosterstraße 1, Schlierbach, Kirchdorf an der Krems

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Ticket-Information:

  • Eintritt: Kostenlos

Eingetragen von: cbouvier

Lassen Sie sich beeindrucken von der Schönheit einer vergangenen Welt! Christoph Bouvier hält Eindrücke einer Welt ohne Menschen in seinen Fotografien verlassener Orte fest. Verfallene Villen, längst geschlossene Krankenhäuser, ausrangierte Kraftwerke und andere Ruinen erzählen die Geschichte ihrer Vergangenheit und blühen so ein letztes Mal auf.

Viele Menschen träumen von einem Urlaub auf einer einsamen Insel, fernab der Hektik des Alltags. Um solche Inseln der Ruhe zu finden, bedarf es nicht unbedingt einer Reise in ferne Gewässer. Verlassene Orte sind allgegenwärtig, wir neigen allerdings dazu, sie aus unserer Wahrnehmung zu verdrängen. Die Vergänglichkeit in Form des Verfalls hat in unserer konsumorientierten Gesellschaft keinen Platz.Diese verlassenen Orte haben weder Palmenstrand noch Zimmerservice, erzählen aber oft nach Jahren und Jahrzehnten noch die Geschichte der Menschen, die an diesen Orten gelebt, gearbeitet, gelitten oder gebetet haben. Sich in der beinahe kontemplativen Stille fotografisch mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen kann zu einer sehr meditativen Tätigkeit werden.

Dokumentationen auf diversen TV-Sendern setzen sich mit der Frage auseinander, wie eine Welt ohne Menschen aussehen würde. Um eine Antwort zu finden, bedarf es keiner Computersimulation. Verlassene Krankenhäuser, Schulen, Irrenanstalten, Kirchen, Wohnungen oder auch Industrieruinen zeigen was kommt, wenn der Mensch geht: In Abwesenheit des Menschen schaffen Natur und Zeit einzigartige Situationen, die als Kunstwerke in einem aufregenden Kontrast zu moderner, aufgeräumter Architektur stehen. Die Ästhetik dieses Verfalls und die beeindruckende Leere einst bevölkerter Gebäude fotografisch festzuhalten ist eine erfüllende Aufgabe - und gleichzeitig ein Symbol gegen eine Gesellschaft, die dem Erbe unserer Vorfahren immer weniger Platz bietet.

Einige der Werke sind ab 16. März bis 3. Juni in der Ausstellung "toten.stil: Die Ruhe nach dem Sturm" im Genusszentrum des Stiftes Schlierbach zu sehen. Die Ausstellung ist Montag bis Samstag von 08:30 bis 17:00 zu sehen, sowie Sonntags für Gruppen bei Voranmeldung unter 07582/83013-0.

Mehr Informationen auf http://www.bottledlights.com oder auf Facebook unter https://www.facebook.com/BottledLightsPhotography/