Diese Veranstaltung ist schon vorbei

Wann:

Do 5. Okt 2017, 19:30

Wo: Congress Center, Gottfried von Einem Saal, Europaplatz 1, Villach Stadt, Kärnten

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Eingetragen von: Oeticket

Peter TurriniTheater in der Josefstadt„Wenn jemand mein Leben erfindet, dann bin ich es.“ Hedy LamarrHöhere Tochter, Hollywoodschönheit, Erfinderin - das Leben hatte Hedwig Lamarr einiges zu bieten. 1914 in Wien geboren, entwickelte sie schon als Kind den Wunsch zum Film zu gehen. Nach zahlreichen Theater- und Filmauftritten schrieb sie mit dem damals spektakulären Film „Ekstase“ aufgrund einer sieben Sekunden dauernden Nacktszene Filmgeschichte.Hedy Lamarr steht in Turrinis Stück stellvertretend für einen Streifzug durch ein Jahrhundert mit all seinem Glanz und seinen tiefsten Abgründen, seiner Beschleunigung, seinen technischen Errungenschaften und auch seiner Massenverbreitung von schönem Schein und schnellem Ruhm. Die Frau in „Sieben Sekunden Ewigkeit“ ist Erfinderin des Frequenzsprungverfahrens, das noch heute als Basis der Handytechnik dient, gleichzeitig ist sie - als erste Frau der Welt - nackt auf der Leinwand zu sehen.Die bekannte Kammerschauspielerin Sandra Cervik brilliert in ihrer Rolle als junge Schönheit ebenso wie als aufgequollene alte Dame und macht den zunehmenden geistigen Verfall ebenso spürbar wie die Verzweiflung einer Frau, die sich zwar von Männern aushalten, aber nie festhalten lässt.„Ich habe mich über Jahre immer wieder mit Hedy Lamarr beschäftigt, Bücher über sie gelesen, Filme mit ihr und über sie gesehen, und immer war der Gedanke da, ein Theaterstück über sie zu schreiben. Dieser so widersprüchliche Mensch hat mich nachhaltig in den Bann gezogen. Sie galt als die schönste Frau der Welt und war am Ende von Schönheitsoperationen entstellt. Ihr Bild als Filmschauspielerin wurde reduziert auf einen kurzen Nacktauftritt in einem ihrer Filme, und gleichzeitig war sie ein technisches Genie, Erfinderin einer Technologie, welche die heutige Telekommunikation erst ermöglichte. Sie sehnte sich ein Leben lang nach Zugehörigkeit und zerstörte sie, wenn sie sich einstellte. Sie war unfassbar für ihre Umgebung und wohl auch für sich selbst. Sie flog durch ihr Leben wie ein unbeirrbarer stolzer Vogel und war doch ständig von Abstürzen bedroht. Ich habe lange nach einer Form für mein Stück über Hedy Lamarr gesucht. Ihrer realen Biographie zu folgen, das wollte ich nicht, so etwas können Bücher und Dokumentationen besser. Ich habe ein literarisches Stück geschrieben, aus Vorfindungen wurden Erfindungen. Ein Stück, welches nicht den äußeren Ereignissen nachspürt, sondern dem Wesen dieser außergewöhnlichen Frau.“ Peter Turrini, 201618.45 Uhr, Congress Center Villach, Galerie DraublickEinführung zum Theaterabend mit Peter Turrini

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