Diese Veranstaltung ist schon vorbei

Wann:

Do 7. Dez 2017, 21:00

Wo: Fluc-Wanne, Praterstern 5, 02. Leopoldstadt, Wien

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Eingetragen von: Oeticket

Für Noga Erez war immer schon klar, dass sie ihr Umfeld nicht ignorieren kann, ganz unabhängig von der Musik, die sie machen wollte und ihrer Heimat. Hin und wieder wollte sie sich – wie viele andere auch, die in Tel Aviv aufwuchsen – von einer Welt abwenden, die sie nicht verstehen kann und von Kräften, die sie nicht kontrollieren kann. Aber Noga Erez ist nicht naiv und ihre Arbeit gibt genau die Art und Weise wieder, in der sie gelernt hat zu leben: “I have this idea of giving people moments of thought and inspiration, and at the same time offering escapism and fun."In ihrer Musik verwendet sie viele der dynamischen Elemente der elektronischen Musik, aber sie umfasst auch eine zerebrale Empfindlichkeit, was sie zu einem der aufregendsten, idiosynkratischen Acts ihrer Heimatstadt macht. Inspirieren lässt sie sich dabei von Björk, M.I.A., FKA Twigs, aber auch Flying Lotus, Kendrick Lamar und Frank Ocean. Ihr Ziel ist “to process the world, and deliver ideas on how to process it. If you're able to create a musical context that captures the state you were in when you were writing it, that can potentially bring someone closer to understanding their own world.” Ihre Musik ist regierungs- und gesellschaftskritisch und thematisiert sexuelle Übergriffe genauso wie die Angst davor, in der Masse unterzugehen.Noga Erez kam vier Tage vor dem Jahr 1990 zur Welt, in dem Jahr, in dem der Golfkrieg begann, und es wäre unmöglich für sie als Künstlerin zu ignorieren, was ihr ganzes Leben um sie herum geschehen ist. Eine Zeit lang zog sie sich sogar aus dem hochpolitischen Klima, in dem sie aufwuchs, zurück und ist ihren Fernseher losgeworden und hat aufgehört, Nachrichten in sich aufzusaugen. Schließlich fand sie Zuflucht in der Musik. Sie ist selbstbewusst und realitätsnah, sie meint: “We are very lucky not to live near the borders, not to be at the wrong place at the wrong time, and to have shelters and technology protecting us. But with this sense of luck comes a sense of guilt for being able to do something like make music while lives are being taken.”Sie ist sich ihrer Ambitionen bewusst: “Our way of trying to keep in contact with our feelings and fears, and of avoiding emotional detachment about everything, is music. Human beings can come from completely different places but share a fundamental basis of emotions. In my opinion, music is the form of art or communication that expresses that most accurately.”