ICON – Ideal. Idee. Inspiration. in der Galerie Krinzinger

ORT
GALERIE KRINZINGER
Seilerstätte 16
1010 Wien

ERÖFFNUNG
Mittwoch, 13. September 2017, 19 Uhr

AUSSTELLUNGSDAUER
14. September – 25. Oktober 2017

BESUCHERINFORMATION
www.galerie-krinzinger.at
galeriekrinzinger@chello.at
T +43 1 513 30 06

ÖFFNUNGSZEITEN
DI – FR 12 – 18 h, SA 11 – 16 h

EINTRITT FREI

In der Ausstellung stellen 19 Künstlerinnen und Künstler der Galerie Krinzinger ihr persönliches Icon vor. Die 38 Werke umfassende Schau, kuratiert von Bettina M. Busse, knüpft an die Tradition großer Gruppenausstellungen der Galerie Krinzinger wie „Frauen - Kunst - Neue Tendenzen“ (Marina Abromovic, Valie Export, Rebecca Horn, Maria Lassnig, Gina Pane, Carolee Schneemann usw.), 1975, „Manierismus Subjektiv. Künstler wählen Künstler“, 1987, „Fluxus Subjektiv“, 1990, „LAX“, 1993 oder der Ausstellungsreihe „BERLIN-BINNENDIFFERENZ (2000-2001)“ an und bespielt sämtliche Räumlichkeiten der Galerie: die beiden Haupträume, den Showroom, das Kabinett und die Galerie im Parterre.

In der wortwörtlichen Übersetzung bedeutet ICON sowohl Symbol oder Zeichen als auch Symbol- und Kult-Bild, ist mit Bedeutung aufgeladen und lässt sich als Vor-Bild oder Referenz auch in anderen Zusammenhängen wiedererkennen. Das heißt, dass wir es mit einem komplexen Begriff zu tun haben. Ähnlich sieht es im übertragenen Sinn auf der künstlerischen Ebene aus: Was ein Künstler als sein ICON bezeichnet, offenbart einen Teil des Inspirationsprozesses und ermöglicht neue Sichtweisen auf sein Werk.

Die Gegenwartskunst bedient sich eines vielschichtigen Referenzsystems; hierzu gehören u.a. Zitate und Variationen, Aneignungen, Adaptionen und Samplings; ebenso Verweise auf (historische) Vorbilder, Übermalungen etc. Es wird re-inszeniert, konterkariert, systematisiert oder eben – ikonisiert. Der dezidierte Bezug auf andere Künstler oder auf künstlerische Epochen ist zu einer gängigen Arbeitsweise geworden.

Mit der Romantik hatte sich erstmals ein neues Künstlerbild abgezeichnet, das den Künstler als einen Genius begriff, der nur aus sich heraus, unbeeinflusst von der Umwelt, Kunstwerke als autonome Meisterwerke schafft. Ab nun treten Innovation und Originalität als wichtige Beurteilungsparameter von Kunstwerken in den Vordergrund. Diese Haltung förderte die Abgrenzung und den Bruch mit den vorhergehenden künstlerischen Traditionen und ermöglichte so radikale Vorstöße und ästhetische Umbrüche in der Kunst der Moderne.

Marina Abramovic (*1946) - John Cage (*1912), Gottfried Bechtold (*1947) - Marcel Duchamp (*1887), Martha Jungwirth (*1940) - Cy Twombly (*1928), Erik van Lieshout (*1968) - Allan Sekula (*1951), Zenita Komad (*1980) - Dieter Roth (*1930), Angelika Krinzinger (*1969) - Man Ray (*1890), Ulrike Lienbacher (*1963) - Maria Lassnig (*1919), Maha Malluh (*1959) - Robert Rauschenberg (*1925), Hans Op de Beeck (*1969) - Peter Doig (*1959), Goran Petercol (*1949) - Julije Knifer (*1924), Werner Reiterer (*1968) - Alfred Kubin (*1877), Anja Ronacher (*1979) - Louise Bourgeois (*1911), Erik Schmidt (*1968) - Richard Prince (*1949), Mithu Sen (*1971) - Sophie Calle (*1953), Gavin Turk (*1967) - Joseph Kosuth (*1945), Martin Walde (*1957) - Paul Thek (*1933), Mark Wallinger (*1959) - Harry Beck (*1931), Zhang Ding (*1980) - Fluxus, Thomas Zipp (*1966) - Eadweard Muybridge (*1830).

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache mit 38 Bildern im Eigenverlag: „ICON – Ideal. Idee. Inspiration.“, Galerie Krinzinger, Wien, 2017.

Foto: Design: buero bauer

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