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ELOGE DE L'AMOUR: Eine vorsichtige Annäherung

Wann:

Sa 16. Mai 2015, 19:00–20:15

Wo: kunstGarten, Payer-Weyprecht-Str. 27, Graz Stadt, Steiermark

Altersbeschränkung: Ab 16

Ticket-Information:

  • Normalpreis vor Ort: €7,00
  • Buchungsgebühren können anfallen

Homepage:

Eingetragen von: kunstGarten

ELOGE DE L'AMOUR mit Martin Schitter & Irmi Horn
Ein philosophischer Ausflug zu Simone Weil, Robert Bresson, Alain Badiou und Jean-Luc Godard.
Um sich Jean-Luc Godards großartigen Film "Éloge de l'amour" mit den schönen Bildern vorsichtig annähern zu können, bedarf es doch ein wenig Erläuterung. Die wunderbare nachgezeichnete Geschichte im Zentrum - rund um Simone Weil - wie auch die ziemlich konsequent durchgehaltenen ästhetischen Bezugnahmen auf die kinematographischen Ansätze von Robert Bresson fordern theoretisches Wissen, um den Film in seinem dialektischen Gepräge voll auskosten zu können.
Alain Badiou (* 17. Januar 1937 in Rabat) ist ein französischsprachiger, marxistisch bzw. kommunistisch orientierter Philosoph, Mathematiker und Autor von Dramen und Romanen.

Alain Badiou war von 1969 bis 1999 Professor an der Universität Paris VIII, danach Direktor des Institutes für Philosophie an der École normale supérieure (ENS) in Paris. Auch nach seiner Emeritierung arbeitet er noch am Collège international de philosophie. Er war zudem gelegentlich bei der European Graduate School, einer Sommerakademie in Saas-Fee (Schweiz) als Dozent tätig.

Seine politischen Aktivitäten drücken sich in der von ihm 1985 mitbegründeten, aus Teilen der Union des communistes de France marxiste-léniniste (UCFML) hervorgegangenen Organisation politique aus, einer Bürgerrechtsorganisation, die sich insbesondere mit Themen wie Einwanderungspolitik, Asylrecht, Arbeit und Gewerkschaften beschäftigt. Alain Badiou war lange einer der führenden Köpfe des französischen Maoismus.
Das Gespräch zwischen Alain Badiou und Nicolas Truong, das 2008 im Rahmen des Theaterfestivals Avignon stattfand, wurde in nachbearbeiteter Form unter dem Titel 'Eloge de l'amour' (Jean-Luc Godard) veröffentlicht. In sechs Kapiteln diskutiert Badiou die Bedrohung der Liebe, die Vorstellungen von Philosophen, die Liebeskonstruktion, die Wahrheit der Liebe und ihren Bezug zu Kunst und Politik.
Martin Schitter, Künstler, Philosoph, Soziologe und Bergführer gibt einen Kurzvortrag in Form einer theoretischen Orientierung als Einleitung zum Film.
Irmi Horn liest einige Kapitel aus dem Buch von Alain Badiou.

Wir bitten aus organisatorischen Gründen um Anmeldung/Platzreservierung bis spätestens 2 Stunden vor Programmbeginn unter kunstGarten@mur.at oder +43(0)316 262787 - bei einer Matinée bis zum Vorabend!