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Franz Schubert, Messe in F-Dur, D 105

Wann:

So 18. Mai 2014, 10:30–12:00

Wo: Jesuitenkirche (Universitätskirche), Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 1, 01. Innere Stadt, Wien

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Ticket-Information:

  • Eintritt: Kostenlos

Sonntag, 18. Mai: Jesuitenkirche
Franz Schubert, Messe in F-Dur, D 105

Chorvereinigung St. Augustin und Orchester
Offertorium: siehe Aushang
Communio: siehe Aushang
Solisten: Cornelia Horak und Ayako Yogi (Sopran), Gabriele Uher (Alt), Gernot Heinrich und Chieng-Me Ho (Tenor) sowie Klemens Sander (Bass)
Orgel: siehe Aushang
Dirigent: Andreas Pixner

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Vorschau:
KONZERT
Donnerstag, 22. Mai 2014, 19.30 Uhr
Joseph Haydn
Die Schöpfung

Karten um 25.- und 30.- Euro erhalten Sie unter Telefon 0664/336 64 64, per eMail bestellung@chorvereinigung-augustin.at oder online.

Abenkassa: 30.- und 35.- Euro

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Beschreibung:

Franz Schubert, Messe in F-Dur, D 105
Kirchenmusik zu komponieren, war für Franz Schubert von seiner musikalischen Erziehung her selbstverständlich. Schon vor seinem Eintritt in das Wiener Stadtkonvikt (Hofsängerknaben) war er im Chor der Lichtenthaler Kirche als Sängerknabe und Violinspieler tätig. Kein Wunder daher, dass er seine erste Messe für die Zentennarfeier dieser Kirche komponierte. Diese "Missa solemnis" wurde zwischen Mai und Juli 1814 komponiert, die Uraufführung erfolgte im darauffolgenden Herbst unter der Leitung des Komponisten selbst. Angeblich wohnte der Uraufführung auch der Hofkapellmeister Salieri bei, dessen Schüler Schubert war; und das große Lob, das dem Schöpfer der Messe zuteil wurde, veranlasste Vater Schubert, seinem so gerühmten Sohn ein "fünf Oktaven umfassenden Klavier" zu schenken. Formal und von der Instrumentation her folgt das Werk den klassischen Vorbildern, die Schubert als Hofsängerknabe sehr genau kennen gelernt hatte. Wer sich aber mit der Kirchenmusik Schuberts, insbesondere mit den späteren Messen, genauer beschäftigt, wird in der F-Dur Messe vieles finden, was für seine Messen typisch zu nennen ist. So etwa die liedhafte Anlage der Kyrie-Sätze, die Wiederholung des Anfangsmotivs am Ende der Fuge im Gloria, die Tremolofiguren der Streichinstrumente in fast allen Sanctus-Sätzen und der pastorale Grundcharakter im "Dona nobis pacem".
Zum Offertorium präsentieren wir Schuberts späte Motette für Chor und Tenorsolo „Intende voci“, D 963. Schubert schrieb das Stück im Oktober 1828 als „Aria con Coro“ zusammen mit einem „Tantum ergo“. Vermutlich handelt es sich um eine der letzten Kompositionen des Meisters, wenn nicht gar um die letzte. Der äußere Anlass ist auch hier unbekannt, stehen Umfang und Besetzungsaufwand doch im seltsamen Mißverhältnis zur liturgischen Ortung des Textes, der zur Messe des Freitags nach dem 3. Fastensonntag gehörte, also einem gewöhnlichen Werktag in einer Zeit des Kirchenjahres, da Instrumentalmusik aus der Liturgie verbannt war. Das großartige, festfreudige Stück lässt den Meis-ter der Es-Dur-Messe erkennen. Nach einem Orchestervorspiel, in welchem die Oboe die führende Rolle spielt, setzt der Solotenor in ariosem Überschwang ein, mit dem später einfallenden Chor stän-dig dialogisierend. Das Ganze trägt mehr festlichen als dem Text entsprechenden flehenden Charak-ter. Das mit 10 Minuten Dauer den liturgischen Rahmen eines Offertoriums sprengende, reife und künstlerisch bedeutende Werk ist sicherlich eine absolute Rarität, und nur bei uns zu hören!