Diese Veranstaltung ist schon vorbei

Wann:

Di 15. Mär 2011, 19:30
Fr 18. Mär 2011, 19:30
Mo 21. Mär 2011, 19:30
Mi 23. Mär 2011, 19:30
Do 24. Mär 2011, 19:30

Wo: Schauspielhaus Salzburg, Erzabt-Klotz-Straße 22, Stadt, Salzburg

// nach Agota Kristof

Premiere: Di. 15. März // 19:30 Uhr // Foyer

Im Rahmen der Reihe FREMD.GEHEN – eine Landsuche (betreut von Bernadette Heidegger, Petra Nagenkögel, Arturas Valudskis) ist, nach dem vom Publikum begeistert aufgenommenen Stück "Ich wachse rückwärts", eine weitere Aufführung im Foyer des Schauspielhauses zu sehen:

Der Abend ist gestaltet in Anlehnung an Agota Kristofs „Das große Heft“ - die Chronik einer Kriegskindheit und eine Geschichte über die Strategien des Überlebens in einer von Gewalt und Unmenschlichkeit geprägten Realität. Zwei Brüder lernen in der Kriegsgesellschaft was zum Überleben nötig ist: sie stehlen, lügen, töten, sie üben sich in körperlicher und seelischer Abhärtung, sie erziehen sich zur radikalen Gefühllosigkeit und verbieten sich jede Empathie. Ihre Erfahrungen halten sie in einem großen Heft fest.

Der Roman zeichnet modellhaft das System und die Dynamik von Krieg nach und von jener Gewalt, die neue Gewalt produziert, er stellt eine beispielhafte Parabel dafür dar, wie die „große Geschichte“ ins Leben des Einzelnen eingreift. Mit ihrem Roman liefert Agota Kristof probaten Stoff über die Brüchigkeit von Zivilisation, Kultur und Humanität.

„Agota Kristofs Romane beschreiben das Leiden, den Krieg, den Tod (...)doch sie handeln ganz ausschließlich von der Liebe. Im zartesten Sinn handeln sie von der Liebe.“ (Süddeutsche Zeitung)