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KLEIST in meiner KÜCHE

Wann:

Do 24. Feb 2011, 20:00–21:30
Fr 25. Feb 2011, 20:00–21:30
Sa 26. Feb 2011, 20:00–21:30

Wo: Pygmalion Theater, Alserstraße 43, 08. Josefstadt, Wien

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Ticket-Information:

  • ermäßigt: €11,00
  • normal: €16,00

Eingetragen von: theater-JA.KOMM

Anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums veröffentlichte das Kleist Archiv Sembdner einen zeitgenössischen Roman von Miriam Sachs über den Schriftsteller Heinrich von Kleist. Bei "Kleist in meiner Küche" handelt es sich um eine Uraufführung.
Die Geschichte handelt von dem Blick einer Studentin von heute auf Kleist und dessen Stücke. Der Klassiker kann einem ganz schön auf die Nerven gehen - vor allem wenn er eines Morgens unaufgefordert in deiner Küche sitzt und dein MacBook missbraucht…

TRAILER: http://www.youtube.com/watch?v=LJMkQuOvl74

INHALT
"Ganz normaler Alltag im Leben einer Literaturstudentin: Zweifel an der Studienwahl, Geldnöte, Nächte mit Filmriß, eine verflossene Liebe und die notgedrungene Lektüre von Kleists "Penthesilea". Eines Morgen trifft sie unerklärlicherweise in ihrer eigenen Küche auf den vor 200 Jahren verstorbenen Dichter. Der bleibt, raucht, blockiert das Badezimmer, zahlt keine Miete und ist selbst in Sachen Seminararbeit keine wirkliche Hilfe. Immerhin schreibt er, paßt sich erstaunlich gut dem Leben in der heutigen Zeit an und arbeitet an einem geheimnisvolles "Projekt". Die Protagonistin wiederum entdeckt die Besonderheit und Zeitlosigkeit von Kleists Werken, wobei das WG-Leben mit ihm diese Erkenntnis nicht unbedingt leichter macht.

Die Romanvorlage zu "Kleist in meiner Küche" erschien im Herbst 2010 im Kleist Archiv Sembdner, Heilbronn. Die Autorin und Schauspielerin Miriam Sachs (Berlin) schrieb auch die Bühnenfassung, die nun von der Regisseurin Eva Jankovsky (Wien) als Monolog für zwei Personen und einen Fernseher auf die Bühne gebracht wird.

Szenischer Bestandteil sind Trickfilmelemente, die den Dichter Heinrich von Kleist auch auf visuelle Weise in die heutige Zeit und ein ganz neues Medium versetzen. Bühnengeschehen und Trickfilm-Projektionen verschmelzen miteinander zu einer Geschichte über Lebenspläne, unvorhergesehene Schwangerschaften, Lebensplanabbrüche, Fernsichten und Fernsehsucht - und andere zeitlose Themen, die Kleists Texte/Inhalte auch heute noch brisant und aktuell erscheinen lassen.

Regie: Eva Jankovsky
Darsteller: Miriam Sachs und Leo Solter
Trickfilme/Bühnenprojektion: Miriam Sachs

Die Inszenierung entstand in Koproduktion zwischen theater-JA.KOMM, "NeunmalKleist" und der Theaterkapelle 10245 Berlin und wurde gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und dem Bezirk Josefstadt Wien. Im September 2011 wird die Produktion in Berlin im Rahmen der interdisziplinären Reihe "NeunmalKleist" gezeigt.