Diese Veranstaltung ist schon vorbei

Wann:

So 31. Okt 2010, 10:00

Wo: Jüdisches Museum der Stadt Wien, Dorotheergasse 11, 01. Innere Stadt, Wien

Ernst Toch (1887-1964) gehörte in den 20er Jahren zu den meistgespielten neuen Komponisten Deutschlands. Neben Paul Hindemith war er ein Hauptvertreter der musikalischen Neuen Sachlichkeit. Dennoch bezeichnete sich der vielfach ausgezeichnete (u.a. Pulitzer Prize, Grammy, Oscarnominierung) am Ende seines Lebens als ‚meist vergessenster Komponist des 20. Jahrhunderts“.

Die Ausstellung zeichnet ein Porträt des Modernisten Tochs, der 1887 in einer durchaus unmusikalischen Familie in der Leopoldstadt, dem jüdischen Wohnviertel Wiens, zur Welt kam. Sein Weg und Ruhm in Deutschland (Frankfurt, Mannheim, Berlin) bis 1932, sein schwieriges Exil in den USA (Komponist ohne Copyrightvertretung, Studiosystem Hollywood) und seine restlosen letzten Jahre zwischen den USA und Europa, in denen er die Form der Symphonie für sich neu entdeckt, stehen im Mittelpunkt der Schau.

Erzähltechnisch entwickelt sich die Ausstellung sowohl als Entdeckungsreise in die musikalische Welt des Komponisten der "Fuge aus der Geographie" als auch als Versuch, das 20. Jahrhundert aus der Perspektive eines modernen musikalischen Kosmopoliten zu begreifen.