Diese Veranstaltung ist schon vorbei

Wann:

So 3. Jan 2010, 18:00
Do 7. Jan 2010, 14:00
Do 7. Jan 2010, 18:00
So 17. Jan 2010, 14:00
So 17. Jan 2010, 18:00

Wo: Volksoper Wien, Währinger Straße 78, 09. Alsergrund, Wien

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Ticket-Information:

  • Stehplatz: €2,00
  • Loge: €44,00
  • Buchungsgebühren können anfallen

Homepage:

Eingetragen von: viennaredaktion

Pop-Oper für Kinder und Erwachsene
Musik von Christian Kolonovits
Buch von Angelika Messner
Auftragswerk der Volksoper Wien in Zusammenarbeit mit dem Wiener Mozartgroschen

Eitel ist der alte Reißteufel, trotz seiner Hörner und Borsten, seiner Kummerfalten und seines Klumpfußes. Und böse ist er auch: Seine Lebensenergie bezieht er aus den gestohlenen Stimmen von Kindern, die danach im Steinsaal seines Schlosses ein trostloses und stummes Dasein fristen. Vielleicht wäre er netter, wenn nicht der Zeitenfresser und seine bösen Kumpane - Eile, Sorge, Stress, Neid und Gier - sein Herz gestohlen hätten. Als aber eines Tages Antonia in die Fänge des Reißteufels gerät, wird sein Leben gehörig durcheinander gewirbelt.
Das Mädchen weigert sich nämlich hartnäckig, für ihn zu singen und ihm ihre Stimme zu geben. Gemeinsam mit dem stummen Diener Jonathan und den Fledermäusen Roby und Toby macht sich Antonia auf, um dem Reißteufel zu entkommen. Der allwissende Urstrumpf, den des Reißteufels Urstrumpftante strickt und der das Wissen der Welt zwischen seinen Maschen hält, soll ihnen den Weg in die Freiheit zeigen. Auf wunderbare Weise gelingt es Antonia, nicht nur sich selbst zu befreien, sondern auch den Reißteufel und die stummen Kinder zu retten. Am Ende hat der Reißteufel wieder ein Herz, die Kinder aber haben fürs Leben gelernt: *Wir werden kreischen, brüllen und schrein, leichtsinnig, lustig und aufgekratzt sein. Nie mehr kuschen, die Stimme erheben, sagen, was wir wollen im Leben!

Angelika Messnerhat ein modernes Märchen geschrieben, das mit viel Humor von ernsten Dingen erzählt. Komponist Christian Kolonovits, der auch dirigiert, haucht den Figuren mit seiner so eingängigen wie raffinierten Musik Leben ein. Der klassische Orchesterapparat, der um Instrumente wie E-Gitarre und Keyboard erweitert wurde, bietet eine große Bandbreite von musikalischen Stilen wie Oper, Pop, Rock, Swing, Marsch, Polka, G'stanzl und Rap. Der Begriff Pop-Oper gibt eine erste Orientierung, was das Publikum erwartet. *Popmusik im Sinne einer allgemein gültigen Form von lustvoller, sinnlicher Musik, die von allen Menschen gleichermaßen gehört und verstanden werden kann, so Kolonovits.
Die Regie liegt in den Händen von Direktor Robert Meyer. Dem Charakter der Märchenoper entsprechend sind die Kostüme von Christof Cremeropulent, historisch, erzählerisch angelegt.

Als selbstbewusste Antonia wird Johanna Arrouas zu erleben sein, die seit 2006 dem Ensemble der Volksoper angehört und hier u. a. als Sarah Brown in *Guys and Dolls, als *My Fair Lady und als Mi in *Das Land des Lächelns Erfolge gefeiert hat. In der Rolle des haarigen Reißteufels stellt der junge Bariton Daniel Schmutzhard erneut sein stimmliches und komisches Talent unter Beweis. Martin Bermoser, der in der Rolle des Fedja in *Anatevka beeindruckte, kehrt als stummer Diener Jonathan auf die Bühne der Volksoper zurück. Mit Ulrike Steinsky als Urstrumpftante, Martin Winkler als Zeitenfresser, Martina Dorak und Thomas Markus als Fledermäuse Toby und Roby sowie Mara Mastalir, Sulie Girardi, Wolfgang Gratschmaier, Thomas Sigwald und Kurt Schreibmayer als böse Kumpane des Zeitenfressers wirken weitere Ensemblemitglieder an dieser zauberhaften Uraufführung mit.

Dirigent: Christian Kolonovits, Regie: Robert Meyer, Ausstattung:
Christof Cremer, Licht: Guido Petzold, Dramaturgie: Helene Sommer

Mit: Johanna Arrouas/Elisabeth Schwarz (Antonia), Daniel Schmutzhard/Marco Di Sapia (Reißteufel), Martina Dorak (Toby), Thomas Markus (Roby), Ulrike Steinsky/Regula Rosin (Urstrumpftante), Martin Winkler/Yasushi Hirano (Zeitenfresser/Urstrumpf), Mara Mastalir (Eile), Sulie Girardi (Sorge), Wolfgang Gratschmaier (Stress), Thomas Sigwald (Neid), Kurt Schreibmayer (Gier), Kinderchor der Volksoper Wien