Hans Leo Hassler: Missa secunda

Wo: Hofburgkapelle, Schweizerhof, 01. Innere Stadt, Wien

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Ticket-Information:

  • Kategorie 1: €43,00
  • Kategorie 2: €33,00
  • Kategorie 3 (eingeschränkte Sicht): €18,00
  • Kategorie 4 (Hörplatz): €12,00
  • Buchungsgebühren können anfallen

Eingetragen von: Wiener_Hofmusikkapelle

Jeden Sonntag von Mitte September bis Ende Juni findet um 9:15 Uhr in der Hofburgkapelle ein Gottesdienst statt. Fortgesetzt wird damit eine über 500-jährige Tradition, die in der Zeit der Habsburger-Herrscher ihren Ausgang genommen hat. Einzigartig ist bis heute die musikalische Gestaltung dieser heiligen Messen. Denn das Ensemble der Wiener Hofmusikkapelle besteht aus den Wiener Sängerknaben, Mitgliedern des Herrenchors der Wiener Staatsoper und der Wiener Philharmoniker und musiziert auf der obersten Empore der Hofburgkapelle.

Information zum Werk:
Hans Leo Hassler entstammte einer angesehenen Nürnberger Familie. Sein Vater und sein älterer Bruder Kaspar wirkten dort als Organisten. Er selbst war der erste deutsche Musiker, der in Italien ausgebildet wurde, und zwar in Venedig bei Andrea Gabrieli, dem Kapellmeister des Markusdoms. Anschließend wirkte Hassler als Kammerorganist der Familie Fugger in Augsburg. Dort entstand der größte Teil seiner Kirchenmusik. Von dort wechselte er als Oberster Musicus seiner Heimatstadt Nürnberg, erwarb nach seiner Heirat das Bürgerrecht von Ulm und folgte schließlich dem Angebot des Sächsischen Hofes, als Kammerorganist nach Dresden zu gehen. Gestorben ist Hassler, der auch ein erfolgreicher Geschäftsmann war und als Orgelsachverständiger hoch geschätzt wurde, in Frankfurt am Main. Hassler gilt als Komponist des Übergangs von der Renaissance zum Barock. Er zeigt sich mehr an Chromatik und Homophonie als an der kunstvollen venezianischen Mehrchörigkeit interessiert, bevorzugt damit eine betont schlichte Satzweise, wie es auch seiner lutheranischen Konfession entspricht. Hassler hat zahlreiche Madrigale und Tanzlieder geschrieben. Darauf basiert auch seine 1599 erstmals im Druck erschienene, sich durch tänzerische Attitüde auszeichnende „Missa secunda“ für vierstimmigen gemischten Chor a cappella. Wie damals üblich, hat Hassler die Anfangsworte des „Gloria“ und „Credo“ nicht vertont und den Geistlichen überlassen, sie im Gregorianischen Choral anzustimmen.
Walter Dobner

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