W. A. Mozart: Missa brevis C-Dur, KV 258, Piccolominimesse

Wo: Hofburgkapelle, Schweizerhof, 01. Innere Stadt, Wien

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Ticket-Information:

  • Kategorie 1: €43,00
  • Kategorie 2: €33,00
  • Kategorie 3 (eingeschränkte Sicht): €18,00
  • Kategorie 4 (Hörplatz): €12,00
  • Buchungsgebühren können anfallen

Eingetragen von: Wiener_Hofmusikkapelle

Jeden Sonntag von Mitte September bis Ende Juni findet um 9:15 Uhr in der Hofburgkapelle ein Gottesdienst statt. Fortgesetzt wird damit eine über 500-jährige Tradition, die in der Zeit der Habsburger-Herrscher ihren Ausgang genommen hat. Einzigartig ist bis heute die musikalische Gestaltung dieser heiligen Messen. Denn das Ensemble der Wiener Hofmusikkapelle besteht aus den Wiener Sängerknaben, Mitgliedern des Herrenchors der Wiener Staatsoper und der Wiener Philharmoniker und musiziert auf der obersten Empore der Hofburgkapelle.

Information zum Werk:
Wie Mozarts C-Dur-Messe KV 258 zu ihrem Namen „Piccolominimesse“ gekommen ist, ist nicht das einzige Rätsel dieses Werks. Offen ist auch, wann es entstanden ist und ob es einen Entstehungsanlass gegeben hat. Die Datierung auf der Partitur, „Dezember 1776“, hilft nur bedingt weiter, denn sie stammt nicht von Mozart. Nach dem verwendeten Papier könnte die Messe bereits 1775 komponiert worden sein. War sie - auch darüber lässt sich nur spekulieren - gemeinsam mit der im Dezember 1775 konzipierten Kirchensonate KV 263 für eine Aufführung während der Weihnachtsfeiertage 1775 oder 1776 gedacht? Jedenfalls handelt es sich bei dieser „Piccolominimesse“ um eine jener kurzen und festlichen Messen, wie sie am damaligen Salzburger fürsterzbischöflichen Hof üblich waren. Selbst an hohen Feiertagen sollten diese nicht länger als eine dreiviertel Stunde dauern. Daraus erklärt sich die Kürze der einzelnen Abschnitte. Das „Kyrie“ beginnt gleich mit einem Choreinsatz. Das „Gloria“ schließt ungewohnt für eine Missa brevis mit einem Fugato. Das „Et incarnatus est“ des „Credo“ ist als a-Moll-Adagio gestaltet. Rhythmisch pointiert präsentiert sich das Sanctus, temperamentvoll das „Benedictus“ mit markanten Triolenfiguren der Violinen. Das „Agnus Dei“ beginnt in strahlendem C-Dur, steuert kurzzeitig auch c-Moll an.
Walter Dobner

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