W. A. Mozart: Messe C-Dur, KV 257, Credo-Messe

Wo: Hofburgkapelle, Schweizerhof, 01. Innere Stadt, Wien

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Ticket-Information:

  • Kategorie 1: €43,00
  • Kategorie 2: €33,00
  • Kategorie 3 (eingeschränkte Sicht): €18,00
  • Kategorie 4 (Hörplatz): €12,00
  • Buchungsgebühren können anfallen

Eingetragen von: Wiener_Hofmusikkapelle

Jeden Sonntag von Mitte September bis Ende Juni findet um 9:15 Uhr in der Hofburgkapelle ein Gottesdienst statt. Fortgesetzt wird damit eine über 500-jährige Tradition, die in der Zeit der Habsburger-Herrscher ihren Ausgang genommen hat. Einzigartig ist bis heute die musikalische Gestaltung dieser heiligen Messen. Denn das Ensemble der Wiener Hofmusikkapelle besteht aus den Wiener Sängerknaben, Mitgliedern des Herrenchors der Wiener Staatsoper und der Wiener Philharmoniker und musiziert auf der obersten Empore der Hofburgkapelle.

Information zum Werk:
Erst durch Papieruntersuchungen Mitte der 1960iger Jahre wurde der Beweis erbracht, dass Mozarts C-Dur-Messe vermutlich vom November 1776 datiert. Bekannt ist sie sowohl als „Große Credo-Messe“ als Abgrenzung zu der als „Kleinen Credo-Messe“ bekannten Missa brevis in F, KV 192, als auch als „Spaur-Messe“. Denn offensichtlich wurde diese C-Dur-Missa am 17. November 1776 zu jenem Pontifikalamt gespielt, bei der der den Mozarts gut bekannte Ignaz Joseph Graf von Spaur zum Koadjutor und Administrator von Brixen und Titularbischof von Crysopel geweiht wurde. In ihren Ausmaßen liegt diese Messe zwischen einer Missa brevis und einer Missa longa. Im Vergleich zur ausdrücklich als Missa brevis bezeichneten „Kleinen Credo-Messe“ hat sie bloß 200 Takte mehr, dauert damit kaum mehr als fünf Minuten länger. Der Grund für die Kürze dieser „Credo-Messe“ liegt vor allen in den Tempi der einzelnen Messteile, die nach langsamerem Beginn immer wieder beschleunigt werden. Zudem entsprechen die Ausmaße von „Kyrie“, „Gloria“ und „Sanctus“ eher dem Typus einer Missa brevis et solemnis, nur die von „Credo“, „Benedictus“ und „Agnus Dei“ der einer Missa longa. In einer solchen würde man auch eine Fuge erwarten, die sucht man in dieser Messe aber vergeblich. Zentrum des Werks ist das „Credo“ mit seinen verdoppelten Credo-Rufen, die in verschiedenen Harmonien, aber auch melodisch verändert erscheinen.
Walter Dobner

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