Wo: Tiroler Landeskonservatorium, Paul-Hofhaimer-Gasse 6, Innsbruck, Tirol

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Ticket-Information:

Eingetragen von: Oeticket

CHORrekt · Thomas Waldner, LeitungOrchester der Akademie St. BlasiusMaria Ladurner, SopranKarlheinz Siessl, GesamtleitungArnold Schönberg (1874–1951) · Weihnachtsmusik für 2 Geigen, Violoncello, Klavier und HarmoniumFranz Baur (*1958) · Missa pastoralis (mit Credo UA)Elias Praxmarer (*1994) · Phantasie über "Stille Nacht, heilige Nacht"Arnold Schönberg (1874–1951) · Notturno für Harfe und StreicherFranz Xaver Gruber (1787–1863) · "Stille Nacht! Heilige Nacht!"Sehnlich erwartet von vielen treuen Konzertbesuchern wird das Weihnachtskonzert, das auch der Akademie St. Blasius zu einer liebgewonnenen Tradition geworden ist.Am 24. Dezember 1818 erklang in der kleinen Kirche von Oberndorf bei Salzburg erstmals "Stille Nacht! Heilige Nacht!" – ein schlichtes Lied, das der Dorfschullehrer und Organist Franz Xaver Gruber zu Texten des Hilfspfarrers Joseph Mohr gesetzt hatte. Inmitten kriegerischer Zeiten brachte es eine musikalische Botschaft des Friedens, der Hoffnung und des Vertrauens. Die Tiroler Familie Rainer und die Geschwister Strasser aus Hippach im Zillertal gingen mit einem Repertoire österreichischer Volkslieder auf Reisen und berührten auch mit diesem Weihnachtslied unzählige Menschen an vielen Orten weltweit. Das bescheidene, in einer kleinen Dorfkapelle erstmals gesungene Lied wurde weltweit ein Mega-Hit. Im Konzert der Akademie St. Blasius erklingt es nun in einer schlichten Fassung und mit allen sechs originalen Strophen.Ausgehend von diesem berührenden Volkslied und im Auftrag des Theaterfestivals Steudltenn begab sich Karlheinz Siessl letztes Jahr auf die Suche nach historischer sowie zeitgenössischer Weihnachtsmusik und entwickelte "Stille Nacht Revisited". Ende Dezember 2018 wurde dieses Programm vom Publikum in Fügen und Fiecht begeistert aufgenommen. Erstmals ist es nun (ergänzt um eine Uraufführung) in Innsbruck zu hören.Staunen macht uns die "Weihnachtsmusik" von Arnold Schönberg: Das katholische Weihnachtslied "Es ist ein Ros‘ entsprungen" des protestantischen deutschen Komponisten Michael Praetorius aus dem 16. Jahrhundert kombiniert Arnold Schönberg in spätromantischem Stil liebevoll mit "Stille Nacht", dem aus dem 19. Jahrhundert aus Salzburg stammenden, weltweit populärsten Weihnachtslied, und schafft ein berührendes Kleinod fürs häusliche Musizieren.Franz Baur, Leiter der Kompositionsklasse am Tiroler Landeskonservatorium, ergänzte seine feierlich-besinnliche "Missa pastoralis" aus dem Jahr 2007 mit einem "Credo", das im Rahmen dieses Weihnachtskonzerts in Innsbruck uraufgeführt wird.Im Auftrag von Karlheinz Siessl hat der junge Tiroler Komponist Elias Praxmarer aus der Klasse von Franz Baur eine "Fantasie über ‚Stille Nacht! Heilige Nacht‘" geschaffen. Darin erweitert er das bekannt Weihnachtslied "O du fröhliche" mit Anklängen an verschiedene Advents- und Weihnachtschoräle und erzählt so die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium in seiner eigenen Tonsprache in zeitgemäßer, berührender Weise.Mit Arnold Schönbergs lange Zeit verschollenem und erst kürzlich wieder entdeckten "Notturno für Harfe und Streicher" schließt sich der Jahreskreis für die Akademie St. Blasius auch musikalisch. Denn bei der Uraufführung 1896 in Wien wirkte Arnold Schönberg selbst mit – nach Aussage eines Zeitgenossen als "ebenso feurig wie falsch" spielender Cellist. Dieser Zeitgenosse war Alexander von Zemlinsky (der nicht nur Arnold Schönbergs Freund, sondern auch sein Schwager wurde). Und auf dem Programm dieses Konzerts im März 1896 stand auch Zemlinskys "Waldgespräch".