Diese Veranstaltung ist schon vorbei

Wann:

So 20. Mai 2018, 18:00

Wo: Rothschildschloss, Schlossweg 2, Waidhofen an der Ybbs, Niederösterreich

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Eingetragen von: Oeticket

István Várdai, VioloncelloZoltán Fejérvári, KlavierAchtung: Fis-Dur lässt immer aufhorchen. Nie steht es zufällig in den Noten, schon gar nicht wenn Ludwig van Beethoven am Werk ist. Seine Klaviersonate Nr. 24 in Fis-Dur op. 78 aus dem Jahr 1809 ist Gräfin Therese von Brunsvik gewidmet. Um diese Widmung ranken sich Gerüchte, Annahmen und Spekulationen. Ist sie es, oder ist sie es nicht?Die "Unsterbliche Geliebte" Ludwig van Beethovens, Schmerzensmann erotischer Abenteuer und verzweifelten Liebeswerbens. Heiß-kalt jagt es im Eröffnungssatz über die Schulter des Verliebten, unerhört sein Drängen. Emanuel Schikaneders Text zum Duett zwischen Pamina und Papageno ist auch ein "bisserl grauslich": Sie: "Bei Männern, welche Liebe fühlen, / Fehlt auch ein gutes Herze nicht. Er: "Die süßen Triebe mitzufühlen, Ist dann der Weiber erste Pflicht." Beethoven ließ sich 1801 von Wolfgang Amadé Mozarts genial komponierten Gedankenaustausch zwischen dem von Standes wegen ungleichen Paares der Königin-Tochter Pamina und Vogelfänger Papageno zu "Sieben Variationen" inspirieren.Von großer Emotionalität ist auch Dmitri Schostakowitschs frühe Cellosonate op. 40 aus dem Jahr 1934 getragen. Im Jahr der Uraufführung seiner Oper "Lady Macbeth von Mzensk", die den Bann "Chaos statt Musik" der Stalin-Diktatur nach sich zog. Eine Affäre Schostakowitsch‘ zu dieser Zeit führte auch zu einer kurzzeitigen Trennung von seiner Ehefrau Nina Warsar.In dieses hochemotionale Geflecht fügen sich der junge ungarische Cellist István Várdai und Pianist Zoltán Fejérvári. ARD - Preisträger, Stipendiat des Borletti-Buitoni Trust mit Auftritten unter anderen in der New Yorker Carnegie Hall und dem Münchner Gasteig. Sie spielen die Bälle zwischen Beethoven, Mozart und Schostakowitsch sowie deren Lieben und Leben virtuos hin und her.